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Weltweite E-Müll Regulierung

Was unternehmen Regierungen?

Der globale Anstieg von E-Schrott nimmt jährlich zu. Die Faktoren dafür sind vielfältig. Kurze Lebenszyklen von Elektronikprodukten, häufigere Neuanschaffungen oder der Anstieg der Produktvielfalt sind nur einige Beispiele. Obwohl der E-Schrott recycelt werden kann und einen wirtschaftlichen Wert hat landet er oft im Hausmüll, wo er nicht hingehört. Deswegen wird versucht per Gesetz die Sammelquote zu erhöhen. Das Elektro-G in Deutschland oder der EU-Aktionsplan weisen die richtige Richtung. Regierungen auf der ganzen Welt entwickeln nationale E-Schtott Politik und Gesetze, die
sich mit dem Wachstum von elektrischen und elektronischen Produkten am Ende ihrer Lebensdauer auseinanderzusetzen.

Was hat die Regulierung bisher gebracht

Regierungen auf der ganzen Welt entwickeln nationale politische Konzepte und Gesetze, um mit der Zunahme von Elektro- und Elektronik-Altgeräten fertig zu werden. Bis Oktober 2019 hatten 78 Länder entweder eine Gesetzgebung, Vorschriften oder politische Konzepte, die den E-Schrott regulieren sollten. Damit sind derzeit 71% der Weltbevölkerung abgedeckt. Im Vergleich zum Jahr 2017 ist das sogar ein Anstieg um 5% von 66%.
Wird also weltweit genug für eine Regulierung gemacht? Nein, denn die Zahl kann irreführend sein. In vielen Ländern handelt es sich lediglich um Strategien, Empfehlungen oder andere nicht rechtsbindende Maßnahmen.

E-Schrott Sammelquote 2019

Doch selbst in einigen Ländern, in denen rechtsverbindliche Richtlinien erlassen werden, ist die Durchsetzung das zentrale Thema. In der Europäischen Union (EU) wird der gesammelte Elektroschrotts im direkten Vergleich zu dem auf dem Markt gebrachten E-Schrott verglichen. Seit 2019 gilt eine Mindestsammelquote von 65 % für Elektronikaltgeräte in der EU.
Wieviel Prozent haben einzelne Länder erfüllt? Malta 12%, über 26% in Zypern, 56% in Schweden, 58% in Polen und Österreich, bis zu 61% in Ungarn. Nur Estland (82%) und Bulgarien (79%) liegen über dem rechtsverbindlichen 65%-Ziel, das in der EU festgelegt wurde.

Was noch getan werden muss

Ziele oder Vorhaben nützen nichts, wenn sie nicht erreichbar sind oder nicht wirksam durchgesetzt werden können. Kreiswirtschaftssysteme für E-Schrott bzw. Entsorgungssysteme werden in den meisten Ländern nur selten oder gar nicht gefördert. Oft beschränkt sich die Bemühung der Länder auf die Sensibilisierung der Bevölkerung im privaten Sektor. Ziel dabei ist es höhere Sammel- und Recyclingraten zu erreichen indem der E-Schrott nicht im Hausmüll landet. Die meisten gesetzlichen Instrumente konzentrieren sich auf die Rückgewinnung von Ressourcen durch Recycling. Die Reduzierung von E-Schrott durch die Erzeugung nachhaltiger Produkte spielt nur eine sekundäre oder kaum eine Rolle. In Hinsicht auf die kürzlich prognostizierten Szenarien für den E-Schrott Anstieg bis zum Jahr 2050, die zu mehr als einer Verdoppelung des jährlichen anfallenden E-Schrott führen soll, ist eine substantielle Durchsetzung der gegenwärtigen Gesetzgebungen und Vorschriften erforderlich.

(Quelle: E-Waste Monitor 2020)

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